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Tag 5 – zu Besuch bei Elizabeth

So da Kevin auch im Urlaub ist und nicht alle Beiträge alleine schreiben soll, übernehme ich das für heute mal. Hi, ich bin Maren. 🙂

Vor ca. genau 5 Jahren war ich das erste Mal in London und habe mich damals schon direkt in die Stadt verliebt. Die Menschen, die Gelassenheit, die Pubs und das Feeling an sich haben mich direkt für sich gewonnen. Um davon nichts zu verpassen, ging es also wie üblich um 8 Uhr aus dem Bett und wir machten uns gegen 9 Uhr los zum Frühstück. Es ging in ein kleines Café am Straßenrand, in der Nähe des Hostels. Im ersten Moment schien es nur ein Stehcafé zu sein, eine Theke, eine Kaffeemaschine und drei Barhocker füllten den kleinen Raum. Die Treppe runter in den Keller gab es aber einen weiteren Raum mit Sitzgelegenheiten. Dort saßen wir also und gönnten uns direkt zum Start das klassische, fettige, englische Frühstück. Zwischen Bacon, Bohnen, Würstchen und Omelett fand sich auch Eggs Benedict wieder. In etwas einfacherer Art ohne Salat und Avocado, aber auch sehr lecker.


Danach ging es los, die Stadt erkunden. Fußläufig vom Hostel fanden wir uns direkt am Tower von London wieder.

Dort wurde der Garten erkundet und der Rundweg genutzt, um zur naheliegenden Tower Bridge zu kommen. Ich finde es immer wieder unglaublich großartig, wenn man ums Eck kommt und das erste Mal die Tower Bridge in voller Größe sieht.
Nach einem kleinen Fotoshooting an genau der Stelle wie vor 5 Jahren ging es einmal über die Brücke und zurück. Dabei fielen uns die vielen Boote auf, die die Themse überquerten. Unter den ganzen Touribooten fuhren auch einige Uberboote, die Leute von A nach B brachten. Für uns sollte es nach einer kurzen Verschnaufpause im Schatten auch auf eins der Touriboote gehen.


Auf der Fahrt sind wir an verschiedensten alten Kaufhäusern vorbeigefahren, die man gut daran erkannte, dass sie einen Seilzug am Dach haben. Dazwischen lagen oft alte Pubs, darunter nicht zuletzt „The Grapes“, das sich in der Narrow Street 76 befindet und keinem Geringeren als Gandalf selbst gehört – Sir Ian McKellen.
Weiter ging es am Bankenviertel vorbei. Dort kam der Kommentator auf dem Schiff in Stimmung ein paar trockene, englische Witze über Banken, Leute mit viel Geld und Politiker herauszuhauen.
Unsere Fahrt sollte am nächsten Stopp, Greenwich Park, erst ein mal enden, dort findet man den Null Meridian im Royal Observatory.
Doch bis wir den zu sehen bekamen, mussten wir erst mal den Hügel rauf, wäre ja sonst zu einfach.
Auf dem Weg dahin gab es aber noch viel mehr zu entdecken. Angefangen beim Cutty Shark, ein Schiff aufgebockt und von einem Museum umhüllt. Weiter ging es in einem kleinen kostenlosen Museum im Royal Naval College und dem dahinter gelegenen Pub mit Biergarten. Während die einen noch das Museum besuchten, wurden draußen die ersten Cider gezischt.
Cider ist vergleichbar mit dem deutschen Apfelwein, in England gibt es aber noch viel mehr verschiedene Sorten: von Erdbeere & Limette über Birne oder Passionsfrucht bis hin zu Waldfrucht oder Ananas & Himbeere.


Nach der kurzen Pause liefen wir über den Campus der University of Greenwich und landeten im nächsten Museum, dem National Maritime Museum. Tatsächlich war es ebenfalls kostenlos, was uns erst wunderte, aber nach kurzer Recherche eher beeindruckte, da alle Nationalen Museen in England dem Staat gehören.

Nach einem kurzen Besuch in der Geschichte der Schifffahrt ging es dann endlich zum Meridian. Es mussten nur noch ein paar viele Stufen in der prallen Sonne erklommen werden. Oben angekommen, wurde man allerdings mit einer fantastischen Aussicht über London belohnt. Ein kleiner Dämpfer wurde uns verpasst als wir merkten, dass man den Nullmeridian nur durch einen Zaun bestaunen kann oder knapp 20€ dafür zahlen muss.
Wir gaben uns mit einem Blick durch den Zaun zufrieden und machten uns dann auf den Weg zurück zum Schiff, mit dem wir die Fahrt über die Themse fortsetzten.


Unter der Tower Bridge durch, am Tower und einigen Parks vorbei, sowie an einigen Hochhäusern. Auf dem Fenchchurch Building, von den Londonern liebevoll „The Walkie Talkie“ genannt, gibt es sogar einen Sky Garden. Also ein kleiner botanischer Garten auf der Dachterrasse.
Der Eintritt wäre frei gewesen, leider waren aber alle Plätze schon 3 Wochen im Voraus ausgebucht. Unser nächster Stopp war Westminster. Schon vom Boot aus konnte man das London Eye, den Glockenturm des Big Ben und den dahinter liegenden Palace of Westminster sehen. Vom Boot runter ging es dann sich die Sachen noch genauer anzuschauen und kurz eine Pause mit Sandwiches zu machen. Danach haben wir uns noch DIE Hochzeitkirche der Royals in London von außen angeschaut, Westminster Abbey.

Ein weiterer royaler Ort sollte auch unser nächstes Ziel sein, der Buckingham Palace. Der Weg durch den St. James Park war mit dem vielen Grün und Wasser die erste Wahl und eine schöne Abwechslung zur Stadt. An der Kreuzung vor dem Eingang zum Park standen wir doch erst mal wieder an einer Ampel und warten darauf, dass der noch ungewohnten Linksverkehr anhält, als auf einmal in meinem linken Augenwinkel etwas vom Himmel fällt. Etwa im selben Moment greift Kevin sich auf die Schulter und verzieht das Gesicht. Ein großer Flatscher Vogelscheiße war in seinem Haar und auf dem Rucksackriemen gelandet. Nachdem wir uns vom Lachen beruhigt und die Straße überquert hatten, wurden also Feuchttücher und Desinfektionsmittel ausgepackt. Zum Glück hat man sowas mittlerweile immer dabei.
Als alles und jeder wieder sauber war, machten wir uns dann also los in den Park.
Dort tummelten sich allerhand Menschen, die das schöne Wetter genossen, Kinder, die in der Sonne spielten und Tiere, die im Schatten oder im Wasser etwas Abkühlung suchten. Darunter auch einige wilden Eichhörnchen, die man oft in englischen Parks oder auch mal auf der Straße antrifft.
Ein Stück weiter im Park gab es eine Menschentraube, natürlich sind wir auch mal hin, um zu schauen, was es da zu sehen gibt…sind ja nicht neugierig oder so.
Das, was es zu sehen gab, wurde uns ziemlich schnell klar, als es auf uns zu geflogen kam, viele Tauben, einige wilde Wellensittiche und Papageien wurden dort von Menschen gefüttert. Und da diese ziemlich zahm waren und sogar auf den Leuten und Kindern saßen und das Futter aus der Hand fraßen, dauerte es auch nicht lange bis wir welche auf dem Arm, bzw. Rucksack oder Kopf sitzen hatten.
Da hat man sich kurz wie Schneewittchen gefühlt.


Von dort aus war der Weg auch nicht mehr weit bis zum Buckingham Palace. Leider war die Queen nicht da. Das erkennt man an der Fahne, die gehisst ist.
Dafür konnten wir wenigstens kurz die zwei Soldaten der Queen Guard anschauen.


Danach wurde es dann wieder Zeit für eine Pause und da der Tag ja mittlerweile doch schon recht fortgeschritten war, suchten wir uns dafür einen Pub. Dort wurden die nächsten Sorten Cider probiert.
Langsam, aber sicher bekamen die ersten auch Hunger, also wurde sich der nächste Pub zum Essen ausgesucht.
Da aber noch nicht alle Hunger hatte ersetzten Kevin und Matze die Underground Fahrt mit einem Fußmarsch von 3,4 Meilen (ca. 5,4km) durch die Stadt. Was sie da so erlebt haben, könnt ihr sie ja mal persönlich fragen.
Bis die beiden angekommen waren, hatten wir anderen schon den zweiten Cider auf dem Tisch stehen und die große Karte an Essen quasi auswendig gelernt. So konnte dann schnell das Essen bestellt und der nächste Cider getrunken werden.
Nach dem Essen ging es zurück ins Hostel, wo der Abend einen gemütlichen Ausklang im Gewölbekeller fand.

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1 Kommentar

  1. oma Juli 29, 2022

    Das hast du wunderbar gemacht Maren.es war eine schoene beschreibung von dem tag.ihr unternehmt so viel.freue mich schon auf das Naechste.🤗🤗🤗

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