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Tag 4 – Auf Umwegen nach Übersee

Es ist der vierte Tag und wir müssen heute leider Abschied nehmen von Amsterdam. Als allererstes sei hier mal positiv zu erwähnen, dass keiner von uns mit einem Fahrrad kollidiert ist. So wie die Radfahrer hier drauf sind, grenzt das schon nahezu an ein Wunder. Ich will hier auch direkt mal ein kleines Fazit stehen lassen. Mir hat es hier sehr gut gefallen. Die Stadt ist einfach traumhaft für junge Menschen. Generell ist mir auch aufgefallen, dass der Altersdurchschnitt relativ niedrig ist. Die Offenheit und die Diversität macht den Ort so sympathisch. Es gibt einfach nichts, was es nicht gibt. Jeder macht sein Ding und das worauf er Lust hat. Die Menschen sind freundlich und offen, und es fällt einem alles andere als schwer, einfach mal ein Gespräch mit einer fremden Person zu beginnen. Dort neue Leute kennenzulernen, ist echt keine Herausforderung. Die Straßen und Kanäle sind voller Bäume und die Häuserwände sind zum Teil mit Blumen geschmückt. Es dauert auch nicht lang in den nächsten Park für etwas Entspannung zu gelangen. Es lädt einfach zum gemütlichen Hinsetzen und Spazieren ein. Selbst wilde Wellensittiche fühlen sich hier wohl. Um hier auch noch ein paar Worte zu der offenen Drogenpolitik loszuwerden: Um da durchzusehen, was erlaubt und verboten ist, muss man sich glaube schon relativ gut in das Thema einlesen. Darum hier nur eine laienhafte Zusammenfassung ohne Expertise. Der Verkauf von Gras ist zwar nicht wirklich erlaubt, wird aber toleriert. Generell ist es eine Duldungspolitik. Gehe niemand damit auf den Sack und dann sollte es ok sein. Wie locker oder streng hier durchgegriffen wird kann ich dabei nicht sagen, aber der Geruch liegt einfach überall in der Luft. Was aber deutlich härter kontrolliert wird, ist der Konsum von Alkohol. Der Genuss in der Öffentlichkeit ist laut Gesetz eigentlich nicht erlaubt. Zwar ist das auch etwas lockerer als beschrieben, aber wir hatten auch 1-2 die Situation wo Leute mit Alkohol kontrolliert worden. Da wir in den drei Tagen nicht alle Orte und Museen entdecken konnten, will ich hier unbedingt mal wieder herkommen! 

Aber kommen wir jetzt mal zu den heutigen Erlebnissen. Es steht ja noch der Cliffhanger im Raum, wie wir nach London gekommen sind. Die Züge waren voll und wir brauchten eine Alternative. Glücklicherweise konnten wir mit unserem Zugticket eine Fähre buchen, die uns von Hoek van Holland nach Harwich bringen sollte. Die Überfahrt durch den Ärmelkanal dauert ca. vier Stunden und auf der britischen Seite ging es dann mit dem Zug nach London weiter. Die Bootsfahrt war sehr unterhaltsam. Zur Abfahrt standen wir bei Sonnenschein auf dem Deck und winkten der niederländischen Küste zum Abschied. Um uns die Zeit zu vertreiben, machten wir eine kleine Erkundungstour auf dem Schiff. Es ist echt faszinierend, wie viele Personen auf so einem Schiff arbeiten. Unsere Wanderung endete im Duty-free-Shop, wo es natürlich eine vernünftige Entscheidung war, sich 48 Dosen Bier zu holen, um die restliche Zeit zu überbrücken. Ein kurzer Abstecher in die Kantine war natürlich auch noch drin. Gegen 20:30 legte das Schiff an der englischen Küste an. Auf uns wartete noch eine kurze Zugfahrt, die uns dann final nach London bringen sollte. Wir waren mittlerweile echt müde und sehnten uns nach einem bequemen Bett.

Die Ankunft und der erste Eindruck der Hauptstadt waren beeindruckend. Vom Kleinstadtfeeling von Amsterdam in die mehr oder weniger Hochhausschluchten von London. Wichtig war es direkt im Kopf umzudenken, dass es jetzt Linksverkehr ist. Wir dachten schon, die Radfahrer in Amsterdam waren eine Herausforderung, aber das in die richtige Richtung schauen, war nochmal eine andere Challenge. Glücklicherweise standen an vielen Kreuzungen Hinweise, in welche Richtung mal schauen sollte. Die Metropole machte auch direkt einen viel größeren und mächtigeren Eindruck. Aber das ist auch verständlich. Die Einwohnerzahl liegt aktuell bei ca. 9 Millionen Einwohnern (Berlin liegt bei 3,6 Millionen Einwohnern). Viel gibt es dann auch nicht mehr zu dem Abend zu verlieren. Für die nächsten vier Tage ist das Hostel „Wombat’s“ unser Zuhause. Eine gemütliche zentrale Unterkunft für Backpacker und der perfekte Ort um neue Leute von aller Welt kennenzulernen. Eine Bar im Keller rundete den ganzen Aufenthalt ab. Für uns endete der Abend mit einer Dusche und anschließend ging es direkt ins Bett. Wir brauchten nämlich Energie und Power für den nächsten Tag! 

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1 Kommentar

  1. Oma Juli 25, 2022

    Du koenntest reisebeschreiber werden.du beschreibst alles so toll.weiter so.🤗🤗🤗

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