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Tag 6 – Vom Urknall zum Menschen

Der zweite Tag in London ist angebrochen und es war ein weiterer Tag, wo das Wetter einfach alles gibt. Wir hatten bisher immer über 25 Grad Celsius und das Wort Regen ist in diesem Urlaub ein Fremdwort. Aber so muss es ja im Sommerurlaub laufen. Mittlerweile hat auch jeder eine leichte Bräune bekommen, aber mal schauen, wie wir ganz am Ende aussehen. Frühstück gab es im Hostel. Ein kleines Buffet mit genug Auswahl, um vernünftig in den Tag zu starten.

Danach ging es raus in die große Stadt. Wir fuhren mit der U-Bahn zu einem der coolsten Museen, die man sicher meiner Meinung nach anschauen kann. Das National History Museum. Es befindet sich als eines von drei Museen der Exhibition Road im Londoner Stadtteil South Kensington. Es ist in einem Gebäude im romanisch-byzantinischen Stil aus dem Jahre 1860 untergebracht. Das Museum stellt gemeinsam mit dem geologischen Museum aus, will die Zusammenhänge in der Natur deutlich machen und zeigen, wie die Menschen von den Ressourcen der Erde abhängen (Quelle). Das Museum wurde 1881 eröffnet. Großer Beiträge zu den Sammlungen und Exponaten leistet zum Beispiel Sir Richard Owen. Er war Zoologe und Paläontologe und setzte unter anderem den Begriff „Dinosaurier“ in die Welt. Die meisten kennen aber wohl Charles Darwin, der auch einen Teil zum Museum beisteuerte. Aktuell werden immer noch Exponate ausgestellt, welche mit seiner Handschrift beschriftet sind. Es ist einfach faszinierend so alte Dinge anschauen zu können als würde man den gutem Charles persönlich die Hand schütteln. Im Museum arbeiten aktuell über 300 Wissenschaftler und erneuern immer wieder die Ausstellung. Das Gebäude ist verdammt riesig. Wir entschieden uns am Eingang aufzuteilen und jeder hatte vier Stunden Zeit sich alles anzuschauen, worauf er Lust hatte. Es gab so viele Räume und Themengebiete, dass die Zeit nicht ausreichend war. Es war ein Parkour zwischen Dinosaurier, Entstehung der Erde, Steine, Kristalle und Mineralien, Pflanzen und noch viel, viel mehr. Einige Räume waren sehr modern mit schönen Informationstafeln, aber auch ältere mit Vitrine, Exponat und Beschriftung. Ganz simpel. Man muss echt viel laufen, stehen und lesen. Meiner Meinung ist so gut wie das ganze Museum für Erwachsene ausgerichtet, um so krasser war es wie viele Kinder da einem im Weg herumstanden. Zum Glück war der Magnet für die Kleinen die Dinosaurier-Ausstellung und man wusste, wo man fern bleiben musste. In der Eingangshalle befindet sich auch unter anderem ein 30 Meter Blauwal Skelett und auch das Modell des 1690 ausgestorbenen Dodo kann man dort begutachten. Es war richtig cool und informativ dort. Nach den Stunden war mein Kopf dann aber relativ tot und die Informationsaufnahme war nicht mehr gegeben. Also war es Zeit, zu gehen. Das Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert, aber nehmt euch sehr viel Zeit!

Mit der U-Bahn bzw. der London Underground ging es dann zu unserem nächsten Ziel des Tages. Die Unterground wird von den Londonern „Tube“ genannt und ist die älteste U-Bahn der Welt. Bereits 1863 fuhren hier die ersten Bahnen. Es nutzen mehr als drei Millionen Menschen das Verkehrsmittel täglich und das Strecknetz verläuft sich auf über 400 Kilometer. Es ist einfach richtig cool in kürzester Zeit von A nach B zu kommen.

Unser Ziel war Camden Town ein kleiner Stadtteil nördlich der Themse. Es ist ein Szeneviertel, wo es eigentlich all das gibt, was man in der normalen Stadt nicht findet. Es ist ein Ort der Gegenkultur, wo sich Touristen, Jugendliche oder Punks wohlfühlen. Zwischen den klassischen Pubs und Cafés tauchen in den Straßen sehr viele Läden, alternative Clubs und Bars auf, die den Ort besonders machen. Der Dreh und Angelpunkt des Viertels ist der Camden Market. Wo man einfach alles kaufen kann, was man sich so vorstellt. Es wirkt wie ein internationaler Basar, wo man zwischen Kleidung, Taschen und Schmuck auch viele Antiquitäten oder auch Kuriositäten kaufen kann. Eine riesige Giraffenskulptur aus Porzellan? Kein Problem. Eine Schallplattensammlung mit verstaubten Tonträgern? Nichts leichter als das. Selbst einen Techno-Rave-Shop mit Sextoy-Abteilung kann man dort finden. Es war sehr cool durch die Gänge und Gasse zu schlendern und Dinge zu sehen die man vorher noch gesehen hat. Neben dem Shopping gibt es dort direkt nebenan noch einen Streetfoodmarkt, der genauso wie der Basar einfach Diversität widerspiegelt. Viele verschiedene Gerichte aus aller Welt. Zwischen Burger, Pizza, Wraps, Burritos findet man auch Bowls, Nudelgerichte und vieles weiter. Das Problem bei so einer großen Auswahl ist immer, dass man sich nicht entscheiden kann. Für mich gab es Pita gefüllt mit verschiedenem Gemüse und Halloumi-Käse. Es war sehr lecker. An einigen Ständen wurde man sogar herangerufen und durfte verschieden Dinge einfach mal ausprobieren und schmecken. Der ganze Stadtteil machte einen sehr glücklichen und fröhlichen Eindruck und das inmitten dieser schnelllebigen und riesige Metropole. Wir konnten dort einige Stunden verbringen und der eine oder andere konnte sich ein Souvenir für den Urlaub ergattern. Da natürlich alle guten Tage in ein Pub enden, gab es noch ein paar Cider und Biere im „Oxford Arms“.

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