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Tag 3 – Elefant, Tiger & Co.

Eine kleine Morgenroutine hat sich bei uns eingebürgert. Um 8:00 aufstehen, fertig machen für den Tag und dann ins Nachbarcafé. Natürlich gab es ein bisschen Abwechslung beim Essen. Ein Sandwich mit Salat, Ei und Bacon waren der Start für mich in den Tag und eine gute Grundlage brauchten wir auch heute, denn wir hatten einiges vor.

Mit der Straßenbahn ging es in den östlichen Teil der Fahrradstadt. Ein paar Fußminuten von der Haltestelle entfernt und ein paar Brücken und Kanäle begrüßte uns ein goldverziertes Eingangstour. Die Akustik bestand aus lauten Schulklassen, lachenden bzw. weinenden Kindern und die Schlange wurde von Minute zu Minute länger. Unser Tagesausflug sollte heute  in den Zoo gehen. Weitere Highlights wie ein Planetarium und ein Museum für Mikroorganismen befanden sich auch direkt im Gelände. Zum Glück hatten wir direkt Online Tickets gebucht, so konnten wir das mühsame Anstehen in der Sonne ersparen. Was soll ich groß zu einem Zoo sagen? Dafür dass der Zoo mitten in der Stadt lag, war er echt groß und weitläufig. Die Gehwege waren großzügig, genauso wie die Gehege der Tiere. Ich glaube, jeder hat seine eigene Meinung, ob Zoos überhaupt notwendig sind bzw. ob es den Tieren auf so kleinen Raum überhaupt gut gehen kann. Ich will jetzt auch nicht groß Diskussionen heraufbeschwören. Für mich machte alles einen vernünftigen Eindruck und die Tiere wirkten glücklich. Apropos Tiere, was haben wir denn alles so gesehen: Erdmännchen, Löwen, Tiger, Fische, Elefanten, Giraffen, Affen, Schmetterlinge, Pinguine, Waschbären, Krokodile und noch einiges mehr. Da ich euch jetzt einfach mal unterstelle, dass ihr sowieso nur für die Bilder hier seid, füge ich einfach mal paar mehr ein.

Nachdem wir das ganze Gelände im Chaosprinzip erkundet und abgelaufen haben, ging es dann zu den kleinen Tieren. Also den ganz kleinen Tierchen. Also ich meine eher zu den kleinsten der ganz, ganz kleinen Tierchen. Ein Museum zum Thema „Mikroorganismen“ schleuderte uns in eine Welt, wo ein Mikrometer unvorstellbar groß sind und Zellteilung zum Tagesgeschäft gehören. Ich muss für meinen Teil sagen, dass das so mit das coolste Museum war, das ich bisher besuchen durfte. Die Atmosphäre und Lichtstimmung waren einfach passend. Der große Raum in der oberen Etage war schwarz angemalt und abgedunkelt. Es standen viele Mikroskope herum, wo man zu verschiedene Themen Proben von ganz nahen begutachten konnte. Auch eine Wand, gefüllt mit sämtlichen Proben, leuchtete in allen Nuancen der Farbpalette. Es waren zwar „nur“ alles Algen, Bakterien, Pilze oder Protozoen, aber es hatte irgendwie etwas Künstlerisches. Wie selbst die kleinsten Dinge auf Erden sich an Symmetrie und mathematische Grundregeln halten, ist einfach faszinierend. Ein Vortrag einer Laborantin brachte uns das Thema mit mehr oder wenig laienhaften Beispielen das Thema noch ein wenig näher. Wusstet ihr, dass Flamingos ihre Farbe von den rosa Shrimps erhalten, die wiederum ihre Farbe von Algen enthalten, welche den Farbstoff Carotinoid enthalten? Mir hat es dort sehr gut gefallen und ich kann es auf euch weiterempfehlen.

Da wir mittlerweile mehrere Stunden gelaufen sind und auch viel standen, war es an der Zeit für etwas Entspanntes. Ein kurzer Dokumentarfilm im Planetarium, verteilt auf 360 Grad. Für die einen war es ein schönes, leichtes Filmchen, für die anderen direkt die Chance den verpassten Mittagsschlaf nachzuholen. Aber man muss auch sagen, es war verdammt schwer bei den abgedunkelten Lichtverhältnissen und den sehr bequemen Sitzen nicht einzuschlafen…

Viel mehr ist dann an diesem Tag auch nicht passiert. Wir waren noch beim Italiener, aber da will ich nicht groß Worte dazu verlieren und lass euch einfach ein paar Bilder hier. Es war auf jeden Fall sehr lecker!

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