Nun war es endlich so weit. Nach der Pizza zum Abendessen und anschließend drei Stunden ausruhen ging es endlich los auf unsere Chaostour. Abfahrt war 1:30 in Darmstadt. Mit dem Zug ging es nach Frankfurt, wo unser Anschlusszug Richtung Amsterdam warten sollte. Nach einer Stunde Verspätung ging es dann auch endlich kurz vor 4:00 weiter. Die Zugfahrt war nervig. Wir waren sehr müde und die Auswahl der Sitzplätze war beschränkt. Es ging unter anderem durch Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg. Ein Highlight auf der Zugfahrt war der Sonnenaufgang am Rheinufer. Die ersten Sonnenstrahlen, die es über den Berg auf die Wasseroberfläche schafften und der rote Himmel, der sich im Wasser spiegelte, zauberten einen wunderschönen Anblick.


Ziemlich erschöpft sind wir dann ca. 9:30 in Amsterdam aus dem Zug gestiegen. Die Rucksäcke waren gefühlt doppelt so schwer wie am Start und die Mägen leer. Erstes Ziel war es Matze abzuholen, der allein angereist ist und anschließend uns mit Frühstück und Kaffee wieder in einen brauchbaren Zustand zu manövrieren. Der Tisch im Café war reichlich gedeckt. Eine Mischung aus Rührei, Pancakes und English Breakfast haben jeden satt werden lassen.


Da wir noch bis 15:00 warten mussten, um in unserem Hostel einzuchecken, entschieden wir schonmal dafür durch die Stadt zu schlendern, die ersten Eindrücke zu sammeln und uns ein wenig im Park auf die Wiese zu legen. Es ist erstaunlich, wie anstrengend dann doch immer wieder das Reisen ist. Der Park war traumhaft. Mitten in der Stadt ein grüner Fleck gefüllt mit Bäumen, Blumen und einem Bach, welcher von Enten und Reihern bewohnt wurde. Es fiel uns nicht schwer, dort zwei Stunden Mittagsschlaf zu machen.




Ausgeruht und mit dem ersten leichten Sonnenbrand ging es dann Richtung Hostel für den Check-in. Da wir uns ja auf einer Zugreise befinden, musste unsere Unterkunft natürlich auch thematisch dazu passen und diese Erwartung konnte nur eine Train Lodge erfüllen. Mehrere Nachtwagen, die ihre letzte Stunde schon vor langer Zeit gerollt sind, umgebaut so einem Hostel. Ein gemütlicher Eingangsbereich mit kleinem Kiosk rundete das ganze ab. Das Zimmer war zwar nicht gerade groß, aber für ein paar Tage war es auszuhalten.


Eine kleine Bootsfahrt durch die Kanäle stand auch auf unserer Bucket List also entschieden wir uns spontan das gleich am ersten Tag mitzuerledigen. Auf einem kleinen Boot ging es durch die engen Wassergassen und man konnte die Häuser im Stadtkern sehr gut begutachten. Da sich unter den ganz alten Häusern Lehmboden befindet, sacken die Häuser zum Teil ein und sehen sehr schief aus. Am Ufer befinden sich auch viele Hausboote, wo die Stellplätze allein wohl mehrere hunderttausend Euro kosten sollen. Einen kleinen Vortrag und ein paar Fakten zur Stadt erzählte uns der Kapitän, was die Tour echt unterhaltsam machte.





Zum krönenden Abschluss des Tages ging es dann nochmal zurück in die Stadtmitte fürs Abendessen. Wir entschieden uns wild darauf loszulaufen. Einfach Seitengasse für Seitengasse erkunden, bis der richtige Laden auftaucht. Es gab lecker Burger und dazu ein paar Cocktails. Gesättigt und erschöpft ging es dann zurück ins Bett.




Uwe Juli 21, 2022
Sehr schöne Bilder aber das Bett wäre mir etwas zu klein.
Freue mich auf Tag2 !!